2017

Dieser Experimentelle Kurs während meines Auslandssemesters führte mich in die fotografischen Prozesse des 19. Jahrhunderts ein: Chemigramme, Cyanotypien und Ferrotypien.
Für meine eigene Arbeit wählte ich die australische Natur als Thema, die doch so andersartig erscheint zur mir gewohnten europäischen. Schon in einem gewöhnlichen australischen Wald findet sich eine bestechende Schönheit, die Natur dort ist rau und wild, auf eine Art wirkt sie sogar unirdisch.
Diesen Umstand versuchte ich mittels den jeweiligen fotografischen Techniken einzufangen.
Die Arbeiten waren im November 2017 in der Australian National University, Canberra, Australien, zu sehen.
Ausstellung im Atrium der Australian National University, Canberra, Australien
Ferrotypien
Ein Workshop mit dem australischen Künstler Craig Tuffin führte mich an die Ferrotypie-Technik heran (Bild oben). Beschichtete feuchte Aluminiumplatten werden entweder für Fotogramme oder, mittels einer Großformatkamera, für Fotografien verwendet. In Anlehnung an mein Thema arbeitete ich mit Negativen und Pflanzen der australischen Natur.
Chemigramme
Für Chemigramme braucht es lediglich Fixierer, ­Entwickler, Wasser und lichtempfindliches Fotopapier.
Umso erstaunlicher waren die Ergebnisse meiner Experimente. Es ergab sich eine außergewöhnliche Komposition von kleinen Effekten, die wie Natur­fragmente wirkten – neblige Wälder mit einer Andeutung von Licht und Wolken, Bergen, Bäumen und Seen, oder was immer der Betrachter selbst in ihnen sehen will.
Cyanotypien
Mit einer Beschichtung aus Ammonium und Kalium und einer bestimmten Belichtungszeit in der Sonne entsteht
eine Cyanotypie in Form eines blauen Fotogramms.
Ich habe Fotonegative mit australischen Pflanzen und Vögeln mit echten Pflanzen zusammengefügt, um mit der Kreation von Überlappungen, Verfall, Aufblühen oder Wildheit zu experimentieren, ähnlich wie die Natur selbst.
Das verwendete Papier für mein Endprojekt ist mit einer Pappmaché-Methode handgemacht.
Back to Top